Freitag, 27. Oktober 2006

Snø!!!

Jupi! Der erste Schnee in Norwegen!






Montag, 9. Oktober 2006

09.10.2006 Update

Die Tage werden immer kürzer, also um 19.00h ist es dunkel und Sonnenaufgang ist so um 8.00h. Jeden Tag sind es 5-10min weniger, das ist schon krass. Die Temperaturen sind auch massiv runter, aber es ist ja auch Herbst, da darf es ruhig auch mal etwas kälter sein. Es regnet jetzt auch mehr, aber für Norwegen ist es immer noch ein sehr milder Herbst (meinen die Norweger, die müssen es ja wissen).
Ansonsten bin ich unter der Woche an der Uni, in der Stadt oder Zuhause und setze mich hinter die Bücher für die Semesteraufgaben, die ich in den Kursen schreiben muss. An den Wochenenden bin ich meist auf einem Hütten-Wandertrip. Vor zwei Wochen waren wir in der Stallenkoja. Wir haben so viele Heidelbeeren gesammelt, dass es sogar zum Marmelade-Kochen reichte. Tina (sh. Bild links) und ich haben mal einen Versuch gestartet. Wir waren beide total unsicher und haben uns einen Riesenstress gemacht. Die Marmelade blieb dann auch recht flüssig; ich hab sie ein paar Tage später noch einmal eingekocht. Aber lustig war es auf jeden Fall und beim nächsten Mal wissen wir dann wie es geht. Wir haben dann auch ein Testesssen
gemacht, weil wir ein Glas nicht ganz füllen konnten und man die Marmelade ganz schnell essen muss (tolle Ausrede, nicht ;-)?). Mit Omeletten schmeckt sie auf jeden Fall super.
Dieses Wochenende (7-8.10.06) war ich auch wieder unterwegs. Wir waren ursprünglich zu viert, am Dienstag bekamen wir eine Absage, und am Freitagabend hat noch in Kollege abgesagt, weil er ein Date hatte, man muss halt Prioritäten setzen... Tja und da warens nur noch zwei. Andi und ich machten uns also allein auf den Weg zur Stabburetkoia. Vom Bus waren es vier Stunden Wanderung zur Hütte. Wir haben sie sogar auf Anhieb gefunden (das ist überhaupt nicht selbstverständlich, es haben auch schon Leute grössere Hütten als Stabburet nicht gefunden und mussten im Freien übernachten.). Das Wetter konnte sich nicht so richtig entscheiden. Die Sonne schien zwar, aber die Wolken sahen doch recht beunruhigend aus. Wir haben es aber mit trockenen Kleidern zur Hütte geschafft. Eigentlich waren wir dann ganz froh, waren die anderen beiden doch nicht dabei, weil dann wären wir wohl nicht vor Einbruch der Dunkelheit in der Hütte angekommen (Franzosen und Spanier sind ja nicht gerade für ihre Schnelligkeit bekannt). Die Hütte war winzig (sh. Foto unten), aber es hatte alles drin, was man brauchte. Der Ofen war zwar etwas unpraktisch zum Kochen. Wir haben fürs Spaghettiwasser für Spaghetti carbonara eineinhalb Stunden gebraucht. Aber es hat sich gelohnt, sie waren toll.
Wir gingen dann bei Dämmerung in den Wald und warteten auf Elche, aber die sind nicht aufgetaucht, sprich sind wohl hinter unserem Rücken zum Bach gelatscht und haben sich einen Bruch gelacht über die dummen Menschen... Wir fühlen uns schon etwas betrogen, da gehen wir so richtig ins Kaff raus, weit und breit keine Zivilisation und diese Viecher tauchen immer noch nicht auf.
Der Rückweg am Sonntag war vom Wetter her dann aber nicht mehr so angenehm. Es nieselte und der Wind blies recht stark. Das machte uns aber nicht wirklich was aus. Wir hatten trotzdem eine gemütliche Wanderung zurück. Unterwegs haben wir ab und zu von Weitem Schüsse gehört. Es ist momentan Jagdsaison. Da nimmt jeder Norweger Ferien und verschwindet für einen Monat lang im Wald. Warum finden die Elche, aber wir nicht (und WIR tun denen nichts zuleide!)?
Tja, jedenfalls habe wir den Weg zurück gefunden und auch den Bus erwischt. Der fährt sonntags genau ein Mal, nämlich um 18.50. Wenn man den nicht erwischt, hat man definitiv ein Problem. Die Ortschaft Tydal sieht nämlich auf der Karte aus, als wäre es ein grosses Dorf, in Wirklichkeit sind es aber einfach ein paar Häuser, welche ziemlich weit voneinander entfernt sind.
Heute musste ich dann endlich wieder einmal zum Friseur. Das war auch recht lustig. Ich wollte mir eigentlich nur die Spitzen schneiden lassen, aber irgendwie hat sie nicht mehr aufgehört zu schneiden. Naja, jetzt sind sie zwar etwas kürzer als beabsichtigt, aber die wachsen ja wieder nach und einigermassen lang sind sie immer noch. Mit der Coiffeuse habe ich mich prächtig auf Norwegisch unterhalten (darum hab ich wohl auch nicht gemerkt, wie viel sie mir da tatsächlich abschneidet). Alles in allem war es aber eine gute Aktion, mir gefällts jedenfalls. Ihr könnt euch ja selber ein Urteil darüber bilden. Viel Spass damit. :-)