Montag, 9. April 2007

Oslo, 05.-07.04.2007

Hallo Leute

Hier kommt endlich mein Bericht von den Osterferien. Einen Tag nach dem Hüttentrip nach Hognabu fuhr ich in der Nacht vom 4. auf den 5. April mit dem Nachtzug nach Oslo. Ich war morgens um 7.oo in der Hauptstadt und machte mich auf die Suche nach dem Hotel. Ich hatte den ganzen Tag für mich allein in Oslo bevor Antonia und ihre Grossmutter spät abends in Oslo landen würden. Auf der Suche nach der Unterkunft fielen mir zwei Sachen auf: 1. Ich war definitiv in einer Stadt (im Gegensatz zu Trondheim, wo ich zuerst den Eindruck hatte, ich wäre total in der Provinz gelandet) und 2. die Stadt war menschenleer. Ich kann mir das nur damit erklären, dass die meisten Norweger für die Osterferien in die Berge gefahren sind oder noch den Kater ausschliefen...
Für den Tag hatte ich eigentlich noch keinen richtigen Plan. Ich beschloss einmal Richtung Zentrum zu schlendern. Auf dem Weg erkannte ich die Festung Akershus, welche ich mir sowieso anschauen wollte. Von dort hat man einen tollen Blick auf den Hafen von Oslo. Dort ankerte auch das Schulschiff "Christian Radich". Der Segler hat mich schwer beeindruckt (sh. Fotos und falls interessiert auch http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Radich ).Mit der Morgensonne im Rücken sowieso. Abgesehen von einem königlichen Wachmann, der auf der Brüstung hin und zurück marschierte, war ich immer noch alleine unterwegs. Anschliessend bin ich von der Festung weiter zum Zentrum und die Karl Johans gata hoch zum Königsschloss spaziert. Da waren dann endlich ein paar Menschen zu sehen, hauptsächlich Touristen.
Das Wetter war einmal mehr perfekt. Sonnig und warm, ein richtiger Frühlingstag (ich weiss, für Euch ist das in diesem Jahr nicht sehr interessant, Ihr habt das ja schon seit Februar, aber hier ist das schon ein Highlight!)! Nachdem ich vor dem Schloss auf dem Geländer etwas Sonne getankt und die Sicht über die Stadt genossen hatte, beschloss ich, den Holmenkollen zu besichtigen. Ich nahm die Metro (übrigens die Einzige U-Bahn in Norwegen) hinaus zur Olympiaschanze. Im Turm gibt es ein kleines Skimuseum wo u.a. auch ein Paar von Simon Ammans Skis ausgestellt sind :-)
Vom Turm aus hat man einen tollen Ausblick über die ganze Stadt und den Oslofjord.
Nachdem ich noch etwas über das Gelände geschlendert bin, ging ich zurück in die Stadt und besuchte den Vigeland-Park. Der Park mit 650 Skulpturen von Gustav Vigeland hat mich schwer beeindruckt. Hier traf man endlich auch wieder etwas mehr Leute an und man hörte wieder Norwegisch...
Am Abend setzte ich mich in der Innenstadt in ein Cafe schrieb Karten, trank einen Kaffee und beobachtete das hauptstädtische Nachtleben bis es dann Zeit wurde, mich mit Antonia und ihrer Grossmutter Dora am Bahnhof zu treffen. Ich habe mich riesig auf ihren Besuch gefreut und genoss es, endlich wieder etwas Berndeutsch zu hören und zu sprechen (wobei Antonia und ich während ihrem Aufenthalt oft ins Möchtegern-Baslerdeutsch wechselten, was uns beiden grossen Spass machte, unserer Umgebung jedoch manchmal recht auf die Nerven ging. Man kann so schlecht damit aufhören, hat man einmal damit angefangen) :-)
Am Freitag haben wir ebenfalls die Stadt unsicher gemacht. Akershus, Königsschloss, Holmenkollen, Vigelandpark... Der Tag war wieder wunderbar, wenn auch mit etwas mehr Wind als am Vortag. Abends wurden wir von Dora in einem mongolischen Restaurant zum Abendessen eingeladen.
Am nächsten Morgen (Samstag) fuhren wir dann um 8.00h mit dem Zug ab Richtung Trondheim. Als wir durch die Berglandschaft in der Nähe von Trondheim fuhren, machte mir der Schnee noch keine grossen Sorgen. Es ist oft so, dass 50km ausserhalb von Trondheim tiefster Winter herrscht, während es in Trondheim selber schon fast Frühling wird. Als wir aber dann in Trondheim aus dem Zug stiegen, waren wir dann doch etwas überrascht, dass es um die 20cm Schnee gegeben hat, während wir in Oslo den Frühling genossen haben...
Tja und mit diesem Jahreszeitensprung von Frühling zum Winter ging unser Oslo-Abenteuer zu Ende und für Antonia und Dora konnte das Abenteuer Trondheim beginnen!


Gruss
Marion


2007_04_05-07_Oslo

Sonntag, 8. April 2007

God Påske!!


Ich wünsche allen meinen fleissigen Blogbesuchern frohe Ostern! Die meisten haben ja Frühling, in Trondheim ist der Winter nochmals zurückgekommen (schliesslich gehen alle Norweger an Ostern auf Skitouren, da darf der Schnee ja nicht fehlen), wir haben um die 20cm Schnee!

Liebe Grüsse
Marion

Samstag, 7. April 2007

Hognabu, 31.03.-03.04.2007

So, die Osterferien haben begonnen und ich habe wieder einmal volles Programm… Am letzten Samstag sind Simon (CH), Arnaud (F), Zdenek (CZ) und ich vollgepackt mit Scheeschuhen und Snowboard nach Tydal gefahren. Von dort gings dann weiter zur Hognabukoia (Pirmin und ich waren im letzten Herbst bereits dort, sh. Eintrag „13.-21.10.2006: Pirmin war hier“). Im Winter ist es bedeutend einfacher, die Hütte zu erreichen, da die gesamte Moorlandschaft zugefroren und mit Schnee bedeckt ist. Die Tour zur Hütte dauerte etwa zwei Stunden. Dann gings ans Holz hacken und Feuer machen. Die Hütte ist sehr gemütlich und der Holzofen funktioniert tadellos. Nach dem Holzhacken war es immer noch hell (wir haben ja mittlerweile länger Tag als in der Schweiz, ätsch). Also machten wir noch eine kleine Wandertour in recht steile Hänge. Am Abend haben wir uns dann (auf dem tollen Holzofen) etwas Leckeres gekocht und haben den Rest des Abends mit Würfel-Poker (da werden Narvik Erinnerungen wach, nicht wahr Andi und Falko?) und Gemsch verbracht.
Am Sonntag habe wir dann das Snowboard auf den Rücken geschnallt und sind auf die Melshogna (1027 m.ü.M) hoch. Die Abfahrt war super, wenn auch weiter im Tal der Schnee recht gebremst hat. Zurück in der Hütte mussten Arnaud und Zdenek schon wieder packen und zurück zum Bus gehen. Da waren’s nur noch zwei… Simon und ich haben uns dann wieder die Karte angeschaut und eine hammermässige Tour für Montag geplant. Es blieb dann aber leider bei der Planung, am nächsten Tag hatten wir beinahe Sturm und Schnee. Also gab es einen lockeren Tag mit Ausschlafen, nochmals Holz hacken und nur einer kurzen Tour. Wir haben es nicht einmal zum Gipfel geschafft, weil es uns fast weggeblasen hat… 
Dienstag hiess es dann noch packen, Hütte putzen und wieder zurück ins Tal. Wir haben dann einen anderen Weg genommen, wo wir noch etwas mehr mit dem Board hinunterfahren konnten. Bis ganz ins Tal hat es nicht gereicht, dafür hatte es dann doch zu wenig Schnee, aber der Umweg hat sich gelohnt, die Abfahrt war schön. Ab und zu haben wir riskiert in den Bach zu fallen, da man den Weg und den Bach nicht immer unterscheiden konnte, aber wir haben es mit trockenen Kleidern bis zu Bushaltestelle geschafft. Tja und jetzt geht’s dann bald ab nach Oslo, wo ich dann morgen Antonia und ihre Grossmutter treffe. Am Samstag fahren wir dann gemeinsam mit dem Zug nach Trondheim.
Die Hognabu-Fotos befinden sich auf dem Link unten.

Wie immer hilsen fra Trondheim
Marion


2007_03_31-04_03_Hognabu