...und weiter geht's mit meinem Monster-Reisebericht!
In Trondheim hatte ich einige Stunden Zeit zum Auspacken, Waschen und Packen für die nächste Reise. Am frühen Nachmittag fuhren Nora und ich mit dem Bus nach Oppdal, wo wir Oli und Sören trafen. Mit ihnen fuhren wir weiter nach Bessheim in Jotunheimen (mit zwei Autos). Dort übernachteten wir an einem hübschen See und machten uns am nächsten Tag auf den Weg auf unsere fünftägige Wandertour. Am ersten Tag wanderten wir bei schönem Wetter nach Glitterheim. Am zweiten gings bei weniger schönem Wetter weiter über Geröll- und Schneefelder nach Spiterstulen. Von dort mussten wir die Tour leider abbrechen, da das Wetter nun wirklich schlecht wurde und uns noch massiv mehr Schneefelder bevorstanden. Also brauchten wir den 3. Tag um unsere Autos zu erreichen. In Bessheim übernachteten wir nochmals an dem See und trennten uns am nächsten Tag mit dem Ziel, uns in Voss in ein paar Tagen wieder zu treffen. Oli und ich entschlossen uns, an die Westküste zu fahren, während Nora und Sören nach Bergen fuhren um dort einen Freund zu besuchen.
Oli und ich fuhren also durchs Sognefjell und weiter an die Westküste. Der Dalsfjord ist übrigens eine Reise wert, viel schöner als der Geirangerfjord :-)
Am ersten Tag übernacheten wir auf einem Camping gleich bei einem grossen Wasserfall irgendwo im Sognetal. Tags darauf fuhren wir auf die kleine Insel Lammetun und erkundeten am Abend die alte deutsche Festung aus dem 2. Weltkrieg. Von dort nahmen wir am nächsten Tag die Fähre nach Værlandet und von dort fuhren wir weiter auf die Inselgruppe Bulandet (übrigens der westlichste noch bewohnte Ort Norwegens). Die Inseln haben schon ihren eigenen Zauber. Sehr windig, wenig Bäume und eine rauhe Nordsee. Ich war beeindruckt. Das Zelt aufstellen wurde auch eine rechte Herausforderung, bzw. eine Stelle finden, wo uns das Zelt nicht gleich wegflog...
Am nächsten Tag mussten wir die schönen Inseln leider bereits wieder verlassen und uns auf den Weg nach Voss ans Extremsportfestival (Ekstremsportveko) machen. Dort trafen wir auch Nora und Sören wieder und verbrachten zwei lustige Tage dort, schauten den Kajakleuten zu, wie sie durchs Wildwasser und Wasserfälle hinunterfuhren und bestaunten die Paraglider und Skydiver bei ihren Formationen und was die sonst noch so für verrückte Sachen machen (nein Maria, ich habe nichts davon ausprobiert, keine Angst, hihi!).
Anschliessend an die Ekstremsportveko fuhren wir Richtung Süden durch das Kirschenland Norwegens am Hardangerfjord nach Finnøy (Insel etwa eine Stunde von Stavanger entfernt), wo wir einen Bauern besuchten, den Oli bei einer früheren Reise nach Svalbard kennengelernt hat. Und wie es der Zufall so will, studiert sein Sohn an der NTNU Trondheim Sportwissenschaften... Ich habe ihn aber vorher nie getroffen, wir hatten keine Kurse zusammen. Aber trotzdem, Norwegen ist noch das kleinere Dorf als die Schweiz!
Wir fuhren mit Olav auf den Fjord hinaus zum Fischen und er hat uns auch vieles über seine Heimatinsel erzählen können. Er war auch recht beeindruckt, dass man in der Schweiz immer noch mit den Kühen "z'Berg" geht im Sommer, in Norwegen würde das keiner mehr machen. Er hat übrigens Simmentaler Kühe :-)
Am nächsten Tag fuhren Oli und ich weiter nach Stavanger. Dort war gerade die Beach-Volleyball-Tour zu Gast. Wir checkten also den Spielplan und hatten Glück. Heuscher/Heyer spielten an diesem Nachmittag ihren Achtelfinal. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Sie haben natürlich gewonnen (Sie flogen jedoch in der nächsten Runde gegen ein das russische Team Barsouk-Kolodinsky nach einem 3-Sätzer aus dem Turnier).
Nach dem Match fuhren wir zum Preikestolen. Wir waren schon recht spät dran, es hatte fast keine Leute mehr dort. Die zweistündige Wanderund dorthin lohnt sich. Ich bekam schon etwas Gänsehaut an dem Felsabgrund zu stehen und 600m hinunter auf den Lysefjord zu schauen...
Am nächsten Tag fuhren wir mit der Fähre bis zum Ende des Lysefjords (eine recht windige Fahrt) und von dort weiter Richtung Osten (Oslo).
Tags darauf kamen wir in Oslo an. Wir übernachteten auf einem Camping mitten in Oslo. Man hatte nicht wirklich das Gefühl, in Norwegen zu sein, auf dem Camping waren nur Deutsche und Holländer... Am Morgen des 3. Juli trafen wir dann Nora wieder in Oslo (sie fuhr nach der Ekstremsportveko wieder zurück nach Trondheim um uns dann am 3. in Oslo zu treffen). Sie und Oli nahmen dann an diesem Tag die Fähre nach Deutschland. Für Oli war das Abenteuer Norwegen somit fürs Erste beendet, Nora kommt nach den Sommerferien wieder zurück um in Trondheim ihren Abschluss zu machen.
Naja, ich hatte also einen knappen Tag Zeit in Oslo um die letzten Souvenirs zu kaufen, Karten zu schreiben und Oslo bei Regen zu erkunden.
Am Abend fuhr ich dann zum Flughafen um Sarah abzuholen, die mich aus der Schweiz besuchen kam.
Und im nächsten Bericht: Sarahs und Marions lustige Zeit in Norwegen! Aber erst noch Fotos:
Liebe Grüsse
Marion