Sonntag, 13. November 2011

Sigriswiler Rothorn - Niederhorn

Ein Tag in den Bergen fühlt sich an wie eine Woche Ferien, jedenfalls der heutige Tag. Ich startete in Schwanden und von dort gings in zwei Stunden auf das Sigriswiler Rothorn. Den Nebel liess ich unten im Tal, wo er es sich den ganzen Tag über gemütlich machte. Anschliessend rund um den Gipfel herum und hinunter zum Schafloch (alter, nun öffentlicher Armeestollen, spannend!). Unter dem Gipfel durch ins Justistal. Im Tal angekommen hatte ich die Wahl, weitere 700 Höhenmeter bergab zu wandern oder 700m bergauf und auf dem Niederhorn dann die Gondelbahn ins Tal zu benützen. Da es noch recht früh am Nachmittag war, entschied ich mich (natürlich) für letztere Variante. Dabei habe ich ein Detail nicht bedacht: Es ist Mitte November und von Schnee ist noch weit und breit nichts zu sehen. Ergo, die Bahn fährt nicht. Der Abstieg nach Beatenberg wurde mir also nicht erspart. Ab Beatenberg gings dann per Postauto nach Interlaken, immer Eiger, Mönch und Jungfrau im Licht der untergehenden Sonne im Blickfeld... what a day!

Tour: Schwanden-Stampf-Under Bärgli-Ober Bärgli-Sigriswiler Rothorn-Vorderes Schafläger-Schafloch-Justistal-Niederhorn (Bärenpfad)-Beatenberg

Fotos:
13.11.11: Rothorn-Niederhorn

Dienstag, 30. August 2011

Wandertour 2011

In zehn Tagen von Lungern nach St.Moritz

Bei meist schönem Wetter pilgerte ich in Lungern los. Jedoch pilgerte ich nicht auf dem dort durchgehenden Jakobsweg, sondern auf meiner persönlichen Route. Wie schon vor einem Jahr verbrachte ich meine Ferien alleine in den Bergen. Obwohl, eigentlich war ich selten alleine. Da waren manchmal andere Wanderer, Kühe, Schafe, Murmeltiere (Ferdinand und Susi werdet Ihr bei den Fotos auch noch kennenlernen), Alpensalamander, Frösche, viiiiiele Kaulquappen und sicher auch Steinböcke und Gemsen, welche sich aber hartnäckig meinem Blickfeld entzogen (Stichwort Steinbockweg).

1. Tag: Lungern - Melchseefrutt - Tannalp - Entstlenalp
Frühmorgens gings los. Aufstieg zur Hütstett mit schönem Blick auf den Lungernsee, dann wieder hinunter ins kleine Melchtal und wieder hoch zu Abgschütz und hinunter zum Melchsee. Auf der Wanderautobahn weiter zur Engstlenalp mit dem schönen Engstlensee. Bekannte Gesichter traf ich auf der Tannalp. Da kam mir Saft mit seiner Frau entgegen.
Übernachtung im Massenlager des Hotels Engstlenalp


2. Tag: Engstlenalp - Sätteli - Tällihütte - Wendeläger - Sustenstrasse - (Sustenpass) - Sewenhütte

A propos bekannte Gesichter. Frühmorgens packe ich im Gang meinen Rucksack (wohlbemerkt noch mehr oder weniger im Halbschlaf), als jemand neben mir stehen bleibt. Wegen meiner morgendlichen Muffelphase dauert es einen Moment, bis ich merke, wer da neben mir steht. Hallo Anna! Sie war mit ihrer Familie ebenfalls in den Bergen unterwegs. Somit war auch für angenehme Gesellschaft während dem Morgenessen gesorgt!

Heiiiiidelbeeren! Die Alpenrosen waren schon verblüht, dafür waren die Heidelbeeren reif. Für meine Wanderpausen-Verpflegung war also gesorgt... Weil die Reservationszentrale der Grimselhütten und die Tällihüttenwartin ein Missverständnis hatten, war ich am 1. Tag gezwungen, in der Engstlenalp zu übernachten. Diese drei Stunden, welche ich am ersten Tag weniger hatte, fehlten mir am 2. Tag eindeutig. Es wurde mir schnell klar, dass ich den Sustepass nicht schaffen würde, wenn ich noch zu einer einigermassen christlichen Zeit in der Sewenhütte sein wollte. Aus diesem Grund stieg ich in Feldmoos ins Postauto ein und liess mich über den Sustenpass hinüber ins Meiental chauffieren. Der Aufstieg von Gorezmettlen zur Sewenhütte war dann noch ein angenehmer Abschluss des Tages. Der Weg war gesäumt mit Heinzelmännchen und Heidelbeeren :-) Bei der Hütte wurde ich auch schon mit Örgelimusik begrüsst. Bei heimeliger Musik und einer schönen Aussicht konnte ich also noch etwas die Beine hochlegen und den Tag ausklingen lassen.


3. Tag: Sewenhütte - Rot Bergli - Sasspass - Leutschachhütte

Wegen unsicherem Wetter verzögerte sich der Start um ein paar Stunden. In der Nacht gab es ein recht heftiges Gewitter und am Morgen war es immer noch recht trüb. um 10.00 Uhr hielt ich es dann nicht mehr aus und ich machte ich bei leichtem Nieselregen auf den Weg. Die Wanderung war recht anstrengend, das eher ungünstige Wetter machte es nicht unbedingt einfacher. Die Extratouren auf Wichelhorn und Schafschijen liess ich aus. Der Auf- und Abstieg zum/vom Sasspass ging über recht loses Geröll und kurz über Firnfelder. Teilweise muss man sich den Weg selber suchen. Die Sicht war glücklicherweise trotz dem nebligen Wetter gut genug, dass ich doch immer sah, wo ich hin musste. Schlussendlich kam ich bis auf die Haut durchnässt in der Leutschachhütte an. Die Schuhe wurden mit Zeitungspapier gestopft, die Kleider über dem Ofen aufgehängt. Es sollte sich aber herausstellen, dass die Schuhe am nächsten Morgen immer noch klitschnass waren...


4. Tag: Leutschachhütte - Arnisee - (Amsteg-Andermatt) - Unteralp - Maighelspass -Passo Bornengo - Cadlimohütte

Der Abstieg von der Leutschachhütte zum Arnisee ging zackig. Halb wandernd, halb joggend kam ich bei dem schönen Arnisee an. Dort gings dann mit dem Bähnli hinunter nach Amsteg und mit Postauto und Zug weiter nach Andermatt. In Andermatt konnte ich mich dann kurz mit neuem Proviant eindecken (wieder mal frische Früchte zum Zmittag!) und meine Grossmutter im Altersheim besuchen. Anschliessend ging es weiter durch die schöne Unteralp zur Vermigelhütte. Diese betrachtete ich jedoch nur aus der Ferne. Ich zweigte vorher ab Richtung Maighelspass. Von dort weiter hinunter ins Maighelstal mit einer grossen Steinmännchenkolonie und wieder hinauf zum Passo Bornengo. Es folgte ein für die Knie recht ungesunder Abstieg und ein weiterer spannender Aufstieg hinauf zur Cadlimohütte. Das Wetter liess mich an diesem Tag nicht im Stich, die Nase leicht gerötet, die Rändli auf den Waden von den Wanderschuhen zeichnen sich langsam ab...


5. Tag: Cadlimohütte - Lago Cadagno - Alpe Piora - Lago Dentro - Laghetti delle Miniera - Cadlimotal - Passo Lucomagno - Fuorcla di Gana Negra - Capanna Boverina

Wassertag! Der Tag begann mit einem Abstieg von der Cadlimohütte zum Lago Cadagno, vorbei an mehreren kleinen Seen. Nach dem Aufstieg zu den Laghetti delle Miniera konnte ich dem klaren Wasser nicht mehr widerstehen und gönnte mir während der Mittagspause einen Schwumm im klaren Wasser. Herrrrrrlich! Der Nebel begleitete mich den ganzen Vormittag und verzog sich erst im Cadlimotal wieder. Bei den Laghetti machte ich noch Bekanntschaft mit einem sehr neugierigen Murmeltier - ich nannte ihn Ferdinand. Dort folgte ich dem Reno Medel (inkl. Fussbad) zum Lukmanierpass. Dort folgte der letzte Aufstieg des Tages hinauf zur Fuorcla di Gana Negra, wo ich mit einer einzigartigen Landschaft überrascht wurde. Ich hatte das Gefühl, bei den Hobbits zu Besuch zu sein. Der Weg zur Boverinahütte zog sich ziemlich in die Länge. Ich machte unterwegs aber noch eine weitere Murmeltier-Bekanntschaft. Susi hat mich mit ihrem sehr schrillen Pfiff aus nächster Nähe ganz schön erschreckt.


6. Tag: Capanna Boverina - Passo d'Uffiern - Scalettahütte - Passo Greina - Greinaebene - Terrihütte

...und wieder einmal hing der Nebel im Tessin! Der Vorteil davon ist die angenehme Wandertemperatur. Bei Nebel machte ich mich also auf dem relativ neuen Steinbockweg (Sentiero degli Stambecchi) auf den Weg zum Lago Retico und weiter zum Passo d'Uffiern. Die Aussicht soll toll sein... Die Steinböcke haben sich wohl alle im Nebel versteckt oder sie mögen mich einfach nicht (vielleicht sind sie auch vor meinen stinkenden Kleidern geflohen, ich war ja doch schon eine Weile unterwegs.. :-). Wie auch immer, ich habe jedenfalls keine Steinböcke gesichtet. Vom Passo d'Uffiern gings dann wieder hinunter und wieder hinauf zur Scalettahütte, wo ich mir ein Rivella genehmigte, bevor ich mich wieder auf den Weg machte. Es folgte der Greinapass und anschliessend die herrliche Greinaebene mit interessanten Felsformationen, Teichen voller Frösche und Kaulquappen und saftig grünen Weiden. Der Weg zur Terrihütte gestaltete sich deshalb mehr wie ein Spaziergang denn wie eine Wanderung.


7. Tag: Terrihütte - Passo Diesrut - Vrin - (Thusis)

Nach einer sehr unruhigen Nacht merkte ich morgens, dass ich nicht wirklich fit war und mich nicht wohl fühlte. Da ich mich allein in den Bergen aufhielt, war es mir wichtig, dass ich mich auch zu 100% auf meinen Körper verlassen kann und wollte nichts erzwingen. Ich beschloss deshalb, einen Schöggeler-Tag einzuschalten. Statt wie geplant nach Vals zu wandern, kürzte ich ab und wanderte nur bis Vrin. Dort gings dann mit öV weiter nach Thusis. Den Nachmittag verbrachte ich in der Badi (endlich wieder mal eine Zeitung lesen) und am Abend konnte ich dann in Ursinas BnB mein Zimmer beziehen (Dusche!).


8. Tag: Ausserferrera - Pass Schmorras - Fuorcla Starlera - Val Curtegns - Radons - Savognin

Zuerst mit dem Postauto ins Ferreratal und dann zu Fuss hoch zum Pass Schmorras. Es ging durch einige Alpweiden mit vielen Kühen und noch mehr Fröschen. Der Weg führte mich auch noch durch das kleine Dorf Cresta mit einer sehr eindrücklichen kleinen Kirche mit toller Aussicht. Vom Pass Schmorras ging es weiter über die Fuorgla S... und S... hinunter nach Savognin. Eine gemütliche Wanderung, obwohl auch heute einige Höhenmeter zu bewältigen waren (wäre ja langweilig, wenn nicht). In Savognin war ich dann im BnB einer netten alten Frau einquartiert. Ich gönnte mir ein feines Abendessen auswärts. Lokale Prominenz war auch noch zugegen. Am Tisch nebenan dinierte die Mountainbike Europameisterin 2010 Katrin Leumann :-)


9. Tag: Julierpass - Fuorcla d'Agnel-Jenatschhütte

Ich liess es langsam ausklingen. Die gemütliche Wanderung führte mich vom Julierpass hinauf zur Fuorcla d'Agnel. Dahinter führte der Weg noch kurz über den Gletscher, was eine recht rutschige Angelegenheit wurde. Die Landschaft dort ist wie auch an anderen Orten meiner Wanderung herrlich. Die Gegend hat mich sicher nicht zum letzten Mal gesehen. Nach der Rutschpartie ging es weiter über scharfkantige Felsblöcke (die hat meine Kniekehle noch zu spüren bekommen, autsch) zum kleinen Gletschersee und dort auf einem angenehmen Wanderweg hinüber zur Jenatschhütte. Die heutige Wanderung war recht kurz und ich konnte vor der Jenatschhütte noch etwas in die Sonne liegen und die mitgebrachte Sonntagszeitung lesen.


10. und letzter Tag: Jenatschhütte - St. Moritz (-Bern)

Endspurt! Die Knie waren wieder mal nicht mehr so wanderfreudig, weshalb ich die Zusatztouren ausliess und direkt nach St. Moritz abstieg. Der Weg war wieder gesäumt von Kühen und es waren recht viele Wanderer unterwegs. In St. Moritz fühlte ich mich auch diesmal nicht wirklich wohl und ich war froh, als ich mich auf den Heimweg nach Bern machen konnte.

Alles in allem war es auch in diesem Jahr ein unvergessliches Erlebnis und ich freue mich schon jetzt auf meine nächste Tour im Sommer 2012!


Wandertour 2011: Lungern - St. Moritz

Mittwoch, 25. August 2010

Wakeboard- und Wanderwochenende 20.-22. August 2010

Wow, was für ein Wochenende! Am Freitagabend haben Jahn und ich die eingerosteten Wakeboard-Muskeln wieder aktiviert. Bei tollem Wetter und recht glattem Thunersee versuchten wir uns an (noch kleinen) Sprüngen und anderen Tricks. Der Wave-to-wave-Sprung ist in Planung, jedoch noch nicht durchgeführt...
Am Samstag konnte ich mich in den Bergen etwas austoben. Ein erstes Highlight war die frühmorgendliche Fahrt von Bern nach Innertkirchen. Die Wiesen und insbesondere der Thuner- und Brienzersee mit Morgennebel und aufgehender Sonne belohnen das Aufstehen um fünf Uhr morgens! Meine Wanderung startete ich in Guttannen. Von dort ging's hoch zum Furtwangsattel, danach Abstieg zur Windegghütte und weiter bis Underi Trift. Eine schöne Tour vom Aare- ins Gadmertal mit toller Sicht auf den Triftgletscher. Die Tour war schweisstreibend aber sehr schön. Ich wurde immer begleitet von neugierigen Kühen und weidenden Schafen.
Am Sonntag konnten wir nicht widerstehen und fuhren nochmals nach Gunten zum Wakeboarden. Ziel: "Jahn, hüt flüge mer!" Wir haben es erreicht. Geflogen sind wir nicht sehr lange (aber immerhin) und die Landung haben wir meistens auch hingekriegt :-)


Wakeboarden:
Wakeboarden, Gunten





Wandern:
Wanderung Guttannen-Unteri Trift

Dienstag, 13. Juli 2010

Wanderwoche 5.-9. Juli 2010

5 Tage in den Bergen bei meist tollem Wetter. Viele Höhenmeter, Gletscher, Schneefelder, Bergbäche, Schafe, andere Wanderer aus verschiedensten Ländern und Regionen, SAC-Hütten, schmerzende Beine, Erschöpfung, Murmeltiere, Sonnenbrand (trotz Sonnencreme) und so weiter und so fort... Sämtliche Eindrücke dieser Woche hier zu beschreiben würde Euch nur langweilen und den Rahmen des Blogs sprengen. Also schildere ich Euch hier einfach die Route und füge die Fotos an. Wenn ihr mehr wissen wollt, einfach fragen :-)

Montag, 5. Juli
Kandersteg-Hohtürli (Blüemlisalphütte)-Gspaltenhornhütte

Dienstag, 6. Juli
Gspaltenhornhütte-Sefinafurgga-Rote Härd-Schilthorn-Schilthornhütte

Mittwoch, 7. Juli
Schilthornhütte-Bietenhorn-Schilthornhütte-Mürren; weiter mit öV nach Handegg-Gelmerbahn;
Gelmersee-Gelmerhütte

Donnerstag, 8. Juli
Gelmerhütte-Chüetzentennlen-Grimsel Hospiz-Triebtenseeli-Sidelhorn-Triebtenseelicke-Jostsee-Ze Seewe-Obergesteln

Freitag, 9. Juli
Oberwald-Tällistock-Furkapass
Dann noch in Andermatt meine Oma besuchen und ab nach Hause


Wanderwoche Juli 2010

Samstag, 3. Juli 2010

Ab in die Berge!

Heihei folks

Marion hat endlich wieder mal Ferien. Seit dem letzten Eintrag ist zwar auch viel gelaufen, z.B. ein verlängertes Wochenende in Frankfurt am Main bei Mari im Dezember 2009. Stadtbesichtigung, Weihnachts-Atelier mit Bastelstunde und Norwegische (Weihnachts)lieder inklusive (Se ilden lyse over jord)! Tusen takk igjen Mari! Weiter gab's Ski-Wochenenden (Leonina und UHU), Unihockey- und Volleyballspiele usw. Ihr seht, total ereignislos war das vergangene Jahr auch nicht. Nun denn, am Montag geht's ab in die Berge! Ich habe 3 Wochen Ferien, davon eine Woche wandern (bei hoffentlich tollem Wetter und schönen Aussichten), eine Woche heuen, wandern, Wohnung räumen und eine Woche Wakeboarden in Frankreich. Nach den Ferien geht's dann wieder ab ins Büro und daneben steht umziehen auf dem Programm (ab i Breitsch!).

Macht Euch also auf baldige weitere Blog-Einträge gefasst (Vorsatz steht)!

Bis dahin häbets guet u liebi Grüess
Marion

Dienstag, 25. August 2009

Wanderung über den Lötschenpass

Sarah und ich waren mal wieder unterwegs. Statt wie gewohnt mit dem Zug durch den Tunnel zu fahren, gings zu Fuss von Kandersteg über den Lötschenpass. Super Wanderung, tolles Wetter, merci Säru!


Lötschenpass 2009

Dienstag, 21. Juli 2009

Marseille Juli 2009

Sooooodele, endlich gibts wieder was Neues zu berichten! Marseille? Da war ich doch schon mal... Richtig, aber kein Grund nicht nochmals hinzugehen. Die Idee entstand bei einem Abendessen in Bethlehem. Jahn ging schon mal vor und schaute bei ein paar Freunden vorbei. Ich hopste am 1. Juli in den TGV und war am Mittag gleichentags in Marseille. Dort angekommen, wurde erst mal Proviant gekauft und anschliessend gings ab nach Luminy, wo wir unsere Wandertour starten wollten. Am Eingang zum Nationalpark stand dann ein sehr netter Herr, der uns erklärte, dass der Park wegen irgendwelchen Dreharbeiten geschlossen sei. Erst dachten wir, das sei ein Witz und sahen uns schon nach der versteckten Kamera um, aber der Mann blieb standhaft und liess uns nicht durch. Wir waren aber trotzdem nicht bereit, auf unsere Wandertour nach Cassis zu verzichten und suchten uns also einen anderen Weg in den Park. Den fanden wir auch und so war unser Abenteuer doch noch gerettet. Wir begegneten den ganzen Nachmittag und Abend praktisch keiner Menschenseele (kein Wunder bei geschlossenem Park), von da her waren wir den Dreharbeiten eigentlich noch dankbar :-)
Als es langsam dunkel wurde, fanden wir einen guten Lagerplatz in einer kleinen Bucht. Baden, essen, schlafen und sich von den Mücken fressen lassen war das anschliessende Programm. Die Viecher waren gnadenlos!
Tags darauf blieb noch eine relativ kurze Wanderung bis nach Cassis, wo wir uns auf dem Campingplatz einmieten konnten. Den Nachmittag hindurch erholten wir uns am Strand beim Sünnele und Schwimmen.
Am Freitag mussten wir bereits am Vormittag wieder nach Marseille zurück (auch die SNCF machen mittags eine Siesta), da es Jahn sonst nicht auf den Zug geschafft hätte. In Marseille fuhren wir noch auf die Insel Frioul hinaus. Nochmals etwas sonnenbaden, schwimmen und von den Klippen springen (keine Angst, nicht allzu hoch).
Gegen Abend hiess es dann auch schon wieder ab auf den Zug und nach Hause. Die 2.5 Tage waren toll, merci Jahn!

Marseille Juli 2009

Montag, 1. September 2008

California/Nevada 13.-28. August 2008

We've been on the run
Driving in the sun
Looking out for number 1
California here we come!
(California by Phantom Planet)

Meine erste Reise weg von Europa führte mich zusammen mit Laura nach Kalifornien. Wir flogen am 13. August in Zürich ab und waren 3 Stunden später (inkl. Zeitverschiebung versteht sich) in San Francisco. Nach Bezug der Unterkunft machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden. San Francisco ist für eine amerikanische Stadt noch recht überschaulich. Man erreicht vieles zu Fuss. Fit wird man dabei auch noch, da es dort bekanntermassen selten flach ist... Wir besuchten einige bekannte Orte wie Fisherman's Wharf, Chinatown, Golden Gate Park, Alamo Square, Union Square und schauten uns auch Alcatraz aus der Ferne an.
Am 15. holten wir dann (nach einiger Wartezeit)unser Mietauto (ein Chevy Impala) ab und machten uns auf den Weg Richtung Süden. Wir fuhren der Küste entlang hinunter nach Los Angeles. Wir schlugen in Malibu unsere Zelte auf und trafen dann in Santa Monica Steffi und Manon, welche momentan in L.A. leben und arbeiten (Steffi ist eine ehemalige Arbeitskollegin von Laura). Wir schauten uns den Strand bei Sonnenuntergang an, schlenderten übers Pier und assen uns an "Appetizers" (1 Portion entpricht einem normalen Menu bei uns) satt.
Tags darauf trafen wir uns in Hollywood und liessen uns durch die ehrenwerten Hallen der Oscar-verleihung führen (während dem Rest vom Jahr ist es ein Shoppingcenter).
Später gingen wir dann wieder an den Strand und bestaunten Leute, die auf Rollerblades eine Choreographie einstudierten (mit mehr oder weniger Erfolg) oder solche, die sich selber im Outdoor-Gym zur Schau stellten. Übrigens: Die Rettungsschwimmer mit der roten Badehose und der roten Boje und dem gelben Auto gibt es wirklich :-D
L.A. war mir persönlich nicht sehr sympatisch. Klar, der Strand ist schön und es herrscht eine gute Atmosphäre, jedoch ist die Stadt für mich nicht wirklich fassbar. Sie ist einfach nur gross und man bekommt keinen richtigen Eindruck vom ihrem Charakter.
Nach L.A. war dann Las Vegas an der Reihe. Auf der Reise quer durch die Wüste dachte ich nur: "Wer zum Teufel wohnt hier draussen??" Ich verstehe es heute noch nicht, wie man mitten in der Wüste einen Millionenstadt bauen kann. Zu Vegas kann ich nur sagen, die Stadt ist cool, jedoch sehr viel Show. Zu unseren Aktivitäten in der Stadt halte ich mich an das Gesetz: "What happens in Vegas stays in Vegas" ;-)

Nach der Städtetour fuhren wir durchs Death Valley (Sauna pur!!!) in den Sequoia Nationalpark mit den berühmten Mammutbäumen und weiter in den Kings Canyon. Bären haben wir leider keine gesehen. Auf dem Zeltplatz mussten wir aber immer alles bärensicher wegschliessen und nachts dachte ich einmal, ich hätte einen gehört. Wahrscheinlich wars aber nur Geschnarche aus dem Nachbarzelt..
Auf dem Rückweg nach San Francisco machten wir noch Halt in Berkley, um uns einen Eindruck vom amerikanischen Studentenleben zu machen. Berkley ist wirklich eine Studentenstadt mit Cafés überall und einem schönen Campus.
Zurück in San Francisco hatten wir nochmals eineinhalb Tage Zeit zum Auto zurückgeben und unsere letzten USä vershoppen :-)

Es waren tolle Ferien mit viel neuen Eindrücken und Erlebnissen. Merci vilmal Laury!!!


Die Fotos werden noch ergänzt, aber hier schon mal eine erste Ladung:

2008_08_13-28_USA

Mittwoch, 23. Juli 2008

Update

Heihei!

Ein Jahr ist es nun schon her, seit ich nach meinem Norwegen-Abenteuer wieder in die Heimat bin zurückgekehrt. In diesem Jahr hat sich einiges getan. Ich wohne nun mit Markus in einer 2er-WG in Bethlehem (das in Bern).
Im Herbstsester 2007 wurde ich in die AV Leonina aufgenommen (Kassiopeia ist passé, neu heisse ich Arcis). Ich habe wieder Arbeit gefunden, um mir meine inner- und ausseruniversitären Aktivitäten zu finanzieren. Ich bin bei ESN (Erasmus Student Network) Bern mit dabei und organisiere 1-2x im Semester einen Ausflug für die Erasmus-Studenten. Sportlich habe ich im Februar mit Unihockey angefangen. Macht riesig Spass und fordert mich bis an die Grenzen, genau was ich brauchen kann. Im Volleyball haben wir den Aufstieg leider nicht geschafft. Aufsteigen bleibt jedoch auch in der nächsten Saison das Ziel.

Natürlich war ich in der Zwischenzeit auch viel unterwegs!
Im Dezember habe ich mit ein paar Trondheim-Leuten Zuzka in Prag besucht. So konnte ich die Stadt auch einmal aus der einheimischen Seite erleben (Pirmin und ich waren ja bereits einmal dort). Wir hatten ein tolles langes Wochenende mit Städtebummel, Ausgang, Fondue im Studentenheim-Treppenhaus und viiiel gutes Essen :-D
An Ostern zog es mich in den Süden. Ich besuchte Jahn in Marseille. Mit dem Zug ist an ab Bern in 5.5 Stunden dort. Von der Stadt selber habe ich einiges gesehen, jedoch hat mich die Umgebung viel mehr interessiert. Deshalb waren wir an zwei Tagen in den Calanques unterwegs. Ein Tag bei recht unsicherem Wetter und ein Tag bei strahlendem Sonnenschein. Die vielen Kletterer in den Klippen haben mich schon ein einige Male sehnsüchtig nach oben schauen lassen. Das nächste Mal nehme ich defintiv die Kletterausrüstung mit...
Anfangs Juni hielt ich es dann nicht mehr aus vor lauter Fern-Heimweh und machte einen Kurzbesuch in Norwegen. Zusammen mit meiner Bierschwester Calix/Hanna flog ich nach Oslo. Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus nach Trondheim (8 Stunden Fahrt). Am gleichen Abend machte ich einen Besuch in meiner alten Wohnung. Eva und Anel wohnen immer noch dort. Ich war sehr glücklich, die beiden wieder zu sehen und Neuigkeiten auszutauschen. Wir hatten uns schliesslich viel zu erzählen. Die nächsten drei Tage ging es im gleichen Stil weiter. Freunde besuchen, in der Stadt Erinnerungen auffrischen und auch ab und zu eine neue Ecke entdecken. Es war für mich, als wäre ich nie fort gewesen. Auch das Norwegisch habe ich noch nicht verlernt ;-)

Momentan sind ja Semesterferien. Ich pendle ein bisschen zwischen Ferien und Arbeit hin und her. Sprich: wenn ich nicht arbeite, dann bin ich unterwegs (eigentlich wie gehabt bei mir).
Vom 18. bis 22. Juli war ich mit Sarah im Engadin unterwegs. Wir fuhren nach Zernez und machten dort am Freitag die Wandertour Lavin-Zernez über die Macun-Seen. Eine wunderschöne Wanderung, jedoch haben uns nach dem langen und steilen Abstieg die Knie dann doch etwas weh getan. Am Samstag wanderten wir dann von Il Fuorn über Forcletta da Botsch und Sur il Foss ins Val Mingèr. Nach einer Übernachtung in Sent (inkl. Openair Kino Chicken Mexicaine) machten wir uns auf den Weg in die Lischana Hütte auf 2500m. Wir waren bereits am frühen Nachmittag dort und konnten so einen gemütlichen Nachmittag einschalten und unsere Beine etwas schonen bevor es dann am Montag über die Forcletta da Lais (knapp 3000m, hatte noch etwas Schnee) und durchs Val d'Uina nach Sur En weiterging. Diese Tour war dann auch der Abschluss unserer Wanderferien in Graubünden. Mit dem Wetter hatten wir Riesenglück, die Regensachen konnten wir immer im Rucksack verstaut lassen. Von Sur En fuhren wir dann direkt nach Scuol und ins Wellnessbad. Das tat den Beinen und der Seele gut :-)

Nun ist wieder eine (kurze) Weile Arbeit angesagt, bevor ich mich wieder ins nächste Abenteuer stürze. Im August gehts mit Laura ab nach Kalifornien!

Ich habe vor diesen Blog so gut ich kann up to date zu halten. Also schaut doch trotzdem ab und zu wieder vorbei. Marion ist zwar nicht mehr in Norwegen aber immer noch "on the move"!

Meine Reisen sind nicht mehr so umfangreich bildlich dokumentiert, aber was ich habe, könnt Ihr Euch unter den untenstehenden Links anschauen. (Die Fotos von der Wandertour im Graubünden werden noch nachgeliefert)


Liebe Grüsse aus Bern
Marion


Prag


Marseille


200_07_18-22 Engadin

Sonntag, 29. Juli 2007

Heimreise

Heihei!

So, ich bin wieder Zuhause. Am 17. Juli habe ich mein Zimmer abgegeben und bin um 16.40h auf den Zug nach Östersund (Schweden). Im Zug bin ich noch einem Schweizer Paar begegnet. Die Frau kam aus Boltigen...
In Östersund bin ich dann auf den Nachtzug nach Stockholm umgestiegen. Die Fahrt war dann etwas mühsam. Ich hatte keinen Platz reserviert und musste deshalb immer wieder den Platz wechseln, da ich auf einem reservierten Platz sass (Im Unterschied zu den ICEs ist an den Plätzen nicht angeschrieben, von wo bis wo der Platz reserviert ist). Die Nacht wurde dementsprechend schlaflos. Morgens um 4.00h kam ich dann in Stockholm an. Dort musste ich noch eine Stunde warten, bis sie das Bahnhofsgebäude öffneten und ich endlich mein Gepäck einschliessen konnte. Anschliessend ging es auf Stockholm-Erkundungstour. Ich bin etwas in der Stadt umher spaziert, habe mir das Schloss angeschaut, die Stadt beim Erwachen beobachtet und mir ziemlich bald eine Parkbank gesucht, um etwas Schlaf nachzuholen. Am Abend fuhr ich dann weiter bis Lund, wo Emma mich abholte. Ich durfte mich im Haus ihrer Eltern in Höör etwas erholen. Am Samstag fuhr ich zusammen mit Emma und ihren Schwestern nach Lund und abends zum nächstgelegenen See zum "schwadere" :-)
Am Sonntag Morgen ging meine Reise dann weiter. Ich fuhr via Kopenhagen-Hamburg (der Zug geht auf die Fähre!!!!)nach Stuttgart. Dort wurde ich von Andi abgeholt.
Ich verbrachte zwei tolle Tage in Stuttgart zusammen mit Andi und Falko (Narvik-Gruppe-Wiedersehen). Wir gingen in den Zoo, auf den Fernsehturm und ein tolles Stadt-Quartierfest mit gutem Bier durfte natürlich auch nicht fehlen :-)

Am Montag Nachmittag, 23. Juli 2007 war ich dann endlich zu Hause im Hotel Mamma!

Es war ein tolles Jahr und ich bedanke mich bei Euch allen für die vielen Postkarten, E-Mails, Skype-Chats und Telefonate, welche mir massiv über das Heimweh hinweggeholfen haben! Ich freue mich, Euch wieder in der Schweiz zu treffen.


Ganz liebe Grüsse, jetzt wieder aus der Heimat

Marion


Und hier endlich die Fotos:

2007_07_18-23_Rückreise

Dienstag, 10. Juli 2007

Sarah in Norwegen, 3.-9.7.2007

Wie bereits im letzten Bericht erzählt, holte ich Sarah am 3. Juli abends vom Flughafen ab. Wir fuhren direkt weiter an eine Party von ein paar Norwegern, welche mir über Couchsurfing bekannt waren und bei welchen wir übernachten konnten. Die meisten waren schon recht betrunken als wir ankamen, aber lustig wars natürlich trotzdem. Wir hatten einen lustigen Abend, welcher morgens um 6 Uhr endete :-)
Am Mittwoch gingen wir dann mit Espen, einem unserer Gastgeber, in die Stadt und zeigten Sarah noch etwas die Stadt. Am Abend nahmen wir dann den Nachtzug nach Trondheim und kamen Donnerstag morgens um 7 Uhr hier an. Die nächsten Tage standen im Zeichen von Stadt angucken, Ausverkauf, wandern, im See baden, joggen und Girltalk. Wir haben beide die wunderschönen Sommertage hier geniessen können. Sarah fuhr dann am Montag bereits wieder los nach Oslo und hat den Sonnenschein auch gleich mitgenommen, hier regnet es jetzt. Aber wer will sich beklagen, das braucht es ja auch ab und zu wieder.

Bilder sagen mehr als tausend Worte, also schaut es Euch besser an ;-)

2007_07_03-09_Säru in Norwegen


Phu, geschafft! Der Blog ist endlich wieder up to date. Viel Spass damit. In einer Woche ist mein Aufenthalt hier ja schon zu Ende und ich trete meine 5-tägige Interrail-Heimreise an.

Liebe Grüsse, jetzt aber noch aus Trondheim
Marion

Montag, 9. Juli 2007

Süd-/West-/Ost-Norwegen, 19.6.-3.7.2007

...und weiter geht's mit meinem Monster-Reisebericht!
In Trondheim hatte ich einige Stunden Zeit zum Auspacken, Waschen und Packen für die nächste Reise. Am frühen Nachmittag fuhren Nora und ich mit dem Bus nach Oppdal, wo wir Oli und Sören trafen. Mit ihnen fuhren wir weiter nach Bessheim in Jotunheimen (mit zwei Autos). Dort übernachteten wir an einem hübschen See und machten uns am nächsten Tag auf den Weg auf unsere fünftägige Wandertour. Am ersten Tag wanderten wir bei schönem Wetter nach Glitterheim. Am zweiten gings bei weniger schönem Wetter weiter über Geröll- und Schneefelder nach Spiterstulen. Von dort mussten wir die Tour leider abbrechen, da das Wetter nun wirklich schlecht wurde und uns noch massiv mehr Schneefelder bevorstanden. Also brauchten wir den 3. Tag um unsere Autos zu erreichen. In Bessheim übernachteten wir nochmals an dem See und trennten uns am nächsten Tag mit dem Ziel, uns in Voss in ein paar Tagen wieder zu treffen. Oli und ich entschlossen uns, an die Westküste zu fahren, während Nora und Sören nach Bergen fuhren um dort einen Freund zu besuchen.
Oli und ich fuhren also durchs Sognefjell und weiter an die Westküste. Der Dalsfjord ist übrigens eine Reise wert, viel schöner als der Geirangerfjord :-)
Am ersten Tag übernacheten wir auf einem Camping gleich bei einem grossen Wasserfall irgendwo im Sognetal. Tags darauf fuhren wir auf die kleine Insel Lammetun und erkundeten am Abend die alte deutsche Festung aus dem 2. Weltkrieg. Von dort nahmen wir am nächsten Tag die Fähre nach Værlandet und von dort fuhren wir weiter auf die Inselgruppe Bulandet (übrigens der westlichste noch bewohnte Ort Norwegens). Die Inseln haben schon ihren eigenen Zauber. Sehr windig, wenig Bäume und eine rauhe Nordsee. Ich war beeindruckt. Das Zelt aufstellen wurde auch eine rechte Herausforderung, bzw. eine Stelle finden, wo uns das Zelt nicht gleich wegflog...
Am nächsten Tag mussten wir die schönen Inseln leider bereits wieder verlassen und uns auf den Weg nach Voss ans Extremsportfestival (Ekstremsportveko) machen. Dort trafen wir auch Nora und Sören wieder und verbrachten zwei lustige Tage dort, schauten den Kajakleuten zu, wie sie durchs Wildwasser und Wasserfälle hinunterfuhren und bestaunten die Paraglider und Skydiver bei ihren Formationen und was die sonst noch so für verrückte Sachen machen (nein Maria, ich habe nichts davon ausprobiert, keine Angst, hihi!).
Anschliessend an die Ekstremsportveko fuhren wir Richtung Süden durch das Kirschenland Norwegens am Hardangerfjord nach Finnøy (Insel etwa eine Stunde von Stavanger entfernt), wo wir einen Bauern besuchten, den Oli bei einer früheren Reise nach Svalbard kennengelernt hat. Und wie es der Zufall so will, studiert sein Sohn an der NTNU Trondheim Sportwissenschaften... Ich habe ihn aber vorher nie getroffen, wir hatten keine Kurse zusammen. Aber trotzdem, Norwegen ist noch das kleinere Dorf als die Schweiz!
Wir fuhren mit Olav auf den Fjord hinaus zum Fischen und er hat uns auch vieles über seine Heimatinsel erzählen können. Er war auch recht beeindruckt, dass man in der Schweiz immer noch mit den Kühen "z'Berg" geht im Sommer, in Norwegen würde das keiner mehr machen. Er hat übrigens Simmentaler Kühe :-)
Am nächsten Tag fuhren Oli und ich weiter nach Stavanger. Dort war gerade die Beach-Volleyball-Tour zu Gast. Wir checkten also den Spielplan und hatten Glück. Heuscher/Heyer spielten an diesem Nachmittag ihren Achtelfinal. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Sie haben natürlich gewonnen (Sie flogen jedoch in der nächsten Runde gegen ein das russische Team Barsouk-Kolodinsky nach einem 3-Sätzer aus dem Turnier).
Nach dem Match fuhren wir zum Preikestolen. Wir waren schon recht spät dran, es hatte fast keine Leute mehr dort. Die zweistündige Wanderund dorthin lohnt sich. Ich bekam schon etwas Gänsehaut an dem Felsabgrund zu stehen und 600m hinunter auf den Lysefjord zu schauen...
Am nächsten Tag fuhren wir mit der Fähre bis zum Ende des Lysefjords (eine recht windige Fahrt) und von dort weiter Richtung Osten (Oslo).
Tags darauf kamen wir in Oslo an. Wir übernachteten auf einem Camping mitten in Oslo. Man hatte nicht wirklich das Gefühl, in Norwegen zu sein, auf dem Camping waren nur Deutsche und Holländer... Am Morgen des 3. Juli trafen wir dann Nora wieder in Oslo (sie fuhr nach der Ekstremsportveko wieder zurück nach Trondheim um uns dann am 3. in Oslo zu treffen). Sie und Oli nahmen dann an diesem Tag die Fähre nach Deutschland. Für Oli war das Abenteuer Norwegen somit fürs Erste beendet, Nora kommt nach den Sommerferien wieder zurück um in Trondheim ihren Abschluss zu machen.
Naja, ich hatte also einen knappen Tag Zeit in Oslo um die letzten Souvenirs zu kaufen, Karten zu schreiben und Oslo bei Regen zu erkunden.
Am Abend fuhr ich dann zum Flughafen um Sarah abzuholen, die mich aus der Schweiz besuchen kam.

Und im nächsten Bericht: Sarahs und Marions lustige Zeit in Norwegen! Aber erst noch Fotos:

Wandertour in Jotunheimen


Ekstremsportveko Voss


Unterwegs...




Liebe Grüsse
Marion

Samstag, 7. Juli 2007

Nord-Norwegen 10.-18.06.2007

Heihei!
Endlich kommt wieder ein Update über meine Aktivitäten in Norwegen. Erst einmal kommt hier der Beitrag über die Reise mit meinen Eltern im Norden von Norwegen.
Wegen dem schlechten Wetter haben wir uns entschieden, unseren Aufenthalt in Tromsø abzukürzen und sind am nächsten Tag bereits Richtung Finnland weitergefahren. Nun, Lappland ist insbesondere einfach flach... Kaum waren wir in Finnland, haben wir auch schon Rentiere am Strassenrand gesehen. Wir haben schon relativ früh am Tag unser Tagesziel Kilpisjärvi erreicht. Da es in Lappland eigentlich nicht wahnsinnig viel zu sehen gibt sind wir noch etwas weiter gefahren und haben uns bei der "Hampelpia aus Schweden" in Nedre Sapporo eingemietet. Eine ältere Frau hat uns dort eines ihrer Campinghäuschen überlassen. An diesem Tag haben wir gleich eine 3-Ländertour (Norwegen-Finnland-Schweden) gemacht.
Am nächsten Tag fuhren wir via Kiruna nach Norwegen zurück und übernachteten auf dem Hærsletta Camping etwas nördlich von Narvik mit tollem Fjordblick.
Da wir zu unserem Reiseplan bereits zwei Tage Vorsprung hatten, machten wir noch eine Zusatzrunde über Senja. Die Insel nördlich von den Lofoten. Der Abstecher hat sich gelohnt. Wir haben uns eine noch nicht bewohnte samische Siedlung angeschaut und auf einem Camping direkt am Fjord übernachtet. Abends fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt mit Sandstrand. Die Mitternachtssonne blieb uns wegen Wolken leider wieder verwehrt. Aber wir wussten ja, dass sie da war, das reichte uns :-) Danach machten wir noch einen Abstecher nach Husøy (Hausinsel). Eine kleine Insel eigentlich nur mit Häusern drauf (wie der Name ja schon verrät). Sie leben dort hauptsächlich nur vom Fischfang. Überhaupt ist Senja noch nicht so touristisch wie z.B. die Lofoten.
Tags darauf gings weiter nach Gryllefjord, von wo aus wir die Fähre nach Andenes (Vesterålen) nahmen. Das Wetter war wieder nicht mehr so gut wie am vorherigen Tag. Wir hatten eigentlich nur Regen. In Andenes war der Camping bereits voll besetzt. Also fuhren wir weiter nach Bleik, wo wir noch eine Unterkunft fanden.
Am 16. fuhren wir dann weiter auf die Lofoten zu der reservierten Rorbua in Mortsund auf Vestvågøya. Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zum Wikingermuseum in Borg und anschliessend nach Å.
Am 18. hiess es dann zusammenpacken und ab nach Lødingen fahren, wo ich dann auf die Fähre nach Bognes musste. Meine Eltern fuhren dann weiter nach Evenes, wo sie am nächsten Tag wieder Richtung Schweiz abflogen. Meine Reise ging dann von Bognes mit dem Bus weiter nach Fauske und von dort mit dem Zug nach Trondheim, wo ich am 19. morgens ankam.

Es war eine tolle Reise, die ich mit Mum und Sepp unternehmen durfte und es hat mich sehr gefreut, meinen Eltern etwas von dem tollen Land, in welchem ich ein Jahr verbringen durfte, zu zeigen. Hier also noch an meine Eltern: TAKK FOR TUR!!!

Und wie gehabt kommt hier der Link zu den Fotos!


2007_06_10-18_Nordland og Troms



Liebe Grüsse aus Norwegen
Marion

Montag, 11. Juni 2007

Unterwegs

Heisann!

Nach einer langen Zug- und Busreise sind wir am Sonntag Nachmittag in Narvik angekommen. Die Busreise (die Zugstrecke habe ich wie beim letzten Mal praktisch vollständig verschlafen) war für uns alle sehr interessant. Üppige Wälder, tiefblaue Fjorde und wie gewohnt weit und breit kein Elch.
Nicht nur in Zweisimmen findet am 10. Juni der Kreismusiktag statt, in Narvik haben sich ebenfalls die Musikgesellschaften des Nordland-Bezirks getroffen. Als Resultat war in der ganzen Stadt Marschmusik zu hören.
Heute Morgen gings dann weiter nach Tromsø. Das Wetter hat leider nicht mehr so mitgespielt, wie in der ersten Hälfte der Reise. Wir hatten während der ganzen Fahrt Regen. Mittlerweile scheint aber die Sonne etwas durch die Wolken hindurch (es ist 22.30h). Hoffentlich hat der Wetterbericht Unrecht und wir können unsere Reise bei Sonnenschein fortsetzen...

Sodele, das wars für heute, ein voller Bauch arbeitet ungern :-D


Liebe Grüsse aus Tromsø

Eva, Sepp, Marion

Samstag, 9. Juni 2007

Eltern in Trondheim, 07.-09. Juni 2007

Während ich noch in Ålesund und Kristiansund unterwegs war, machten sich meine Eltern bereits auf den Weg nach Bergen und anschliessend mit der Hurtigrute weiter nach Trondheim.
Am Donnerstag Morgen um 8.15h habe ich sie dann am Hafen abgeholt. Nach einem kurzen Stop in ihrer Unterkunft (300m weg von meiner Wohnung) haben wir bei mir zu Hause gefrühstückt und haben uns die Stadt angeschaut.
Am Freitag fuhren wir zur Studenterhytta hinauf und machten die kurze Wanderung auf den Gråkallen hinauf. Sogar Sepps Knie haben mitgemacht. Vom Gråkallen aus hat man eine fantastische Sicht über den Fjord und Trondheim und Umgebung. Nach einem Bier vor der Studenterhytta fuhren wir mit dem Bus zum Trøndelag Folkemuseum (Volkskundemuesum für den Amtsbezirk Trøndelag). Das Freilichtmuseum zeigt das Leben in Trondheim u.U. in den letzten Jahrhunderten. Mit diesem Besuch habe ich es endlich auch mal noch in dieses Muesum geschafft (das stand das ganze Jahr über auf der To-do-Liste...).
Abends haben wir in der Stadt zu Abend gegessen. Mum und Sepp mussten sich dann selbst beschäftigen, da ich mit Mari (meinem "Buddy") ans Abschiedsfest von Till und Philip nach Korsvika (Trondheims "Strand", ist aber Steinküste) fuhr.
Heute gehen wir auf die Trondheim vorgelagerte Festungsinsel Munkholmen und am Abend geht's dann ab in den Norden!!


Liebe Grüsse aus Trondheim

Eva, Sepp und Marion


2007_06_07-09_Eltern Trondheim



2007_06_08_Farvel-fest Till und Philip

Hurtigruten-Trip nach Ålesund, 03.-05. Juli 2007

Nora, Meike und ich waren der Meinung, dass man ja nicht für ein Jahr nach Norwegen fahren kann und dann nicht einen einzigen Trip mit der Hurtigrute unternimmt. Dem haben wir am letzten Wochenende Abhilfe geschafft. Wir haben uns relativ kurzfristig einen Platz auf der "MS Kong Harald" gebucht und haben am Sonntag Morgen um 10.00h in Trondheim abgelegt. Auf dem Schiff haben wir den Altersdurchschnitt beträchtlich hinuntergezogen. Es waren fast nur alte Leute dort. Wir haben uns an Deck einen Liegestuhl geschnappt, haben etwas gedöst, die Landschaft bestaunt, Handstand geübt und versucht, auf eine Seil zu balancieren (es wurde uns ab und zu schon etwas langweilig). Um Mitternacht (nach 14 Stunden Schifffahrt) sind wir dann in Ålesund angekommen. Dort ging es dann drum einen Schlafplatz zu finden. Wir haben es uns auf den grossen Steinen gleich am Wassser auf unseren Schaumstoff-Matratzen gemütlich gemacht und noch etwas den tollen Sonnenunter-/aufgang (das kann man ja mittlerweile hier nicht mehr richtig auseinander halten) betrachtet. Am Montag Morgen haben wir dann schon mal tüchtig verschlafen. Die Steine waren überraschend bequem und keine ist ins Wasser gefallen oder von der Flut überschwemmt worden. Das Gepäck haben wir dann am Hafen eingeschlossen und haben uns anschliessend die schöne Jugendstilstadt Ålesund angeschaut.
Am späteren Nachmittag mussten wir dann bereits den Bus nach Kristiansund erwischen. In Kristiansund haben wir uns mitten in der Stadt auf einem Felsen mit Blick über den Hafen auf dem Engangsgrill (Einweg-Grill, typisch für Norwegen) Lachs gegrillt. Lecker! Um dort auch zu übernachten, hatte es uns dann aber doch etwas zu viele Schnecken, deshalb haben wir uns wieder einen Platz an der Küste ausgesucht.
Nach einem schönen Tag in Kristiansund haben wir dann das Schnellboot zurück nach Trondheim genommen.
Das Wetter war übrigens traumhaft schön! Nur Sonnenschein und weit und breit keine Wolke zu sehen.

Und hier wie immer der Link zu den Fotos, viel Spass und liebe Grüsse aus Trondhjem

Marion

2007_06_03-05_Hurtigruten

Mittwoch, 30. Mai 2007

Feeeeeeertig!

Hallo

So, das Semester ist schon seit einer Weile fertig, jetzt sind auch die Prüfungen durch und ich habe jetzt offiziell nur noch FERIEN!!! Das heisst, ich bin bis Mitte Juli in mehr oder weniger ganz Norwegen unterwegs. In einer Woche kommen meine Eltern zu Besuch und wir fahren in den Norden. Anschliessend gehts mit ein paar Freunden nach Süd-Norwegen, bevor ich mit Oli auf einen Roadtrip nach Oslo gehe, wo ich dann Sarah treffe, die mich dann noch für eine Woche besuchen kommt. Anschliessend habe ich noch eine Woche nichts los, bevor ich dann meine laaaaange Zugreise zurück in die Schweiz mache.
Ihr seht, mir wirds nicht langweilig hier :-D


Ich melde mich bald wieder.

Liebe Grüsse aus Trondheim
Marion

Donnerstag, 24. Mai 2007

Eksamenslesning in Studenterhytta

Heihei

Vom 18.-22. Mai sind Oli und ich in die Studenterhytta ausserhalb von Trondheim gefahren. Weg von Computer, Internet und Skype. Das hat sich definitiv gelohnt. Wir waren etwa 20 Studenten dort, einen grossen Saal zum lernen. Einen gemütlichen Aufenthaltsraum, wo fast immer ein Feuer brannte und gutes Essen. Abends gings dann meist noch in die Sauna oder es wurde Karten gespielt (oder in dieser Reihenfolge).
Am Montag gingen wir dann noch auf den Grakallen um uns Trondheim "bei Nacht" anzuschauen. Daraus wurde dann leider nicht wirklich was, da es einfach nicht mehr richtig dunkel wird hier. Dafür haben wir tolle Abendrot-Extrem-Jumping-Fotos geschossen. Aber schauts Euch selber an.
Wahrscheinlich fahre ich nächstes Wochenende nochmals für drei Tage hin um mich auf die letzte Prüfung vorzubereiten.

Hilsen fra Trondhjem
Marion


2007_05_18-22_Eksamenslesning

17. Mai, Nationalfeiertag

Diesen Tag durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Alle Norweger haben sich so richtig herausgeputzt. Viele haben ihre Tracht angezogen. Wir haben uns die Parade angeschaut und sind dann noch an den Nidelven Fluss gegangen und anschliessend nochmals etwas durch die Stadt.

Ansonsten gibts nicht viel zu erzählen. Es ist Prüfungssession, eine habe ich jetzt durch und in einer Woche muss ich nochmals sechs Stunden hinhocken. Dann ist mein akademisches Austauschjahr hier in Trondheim schon vorbei... *snif*

Liebe Grüsse aus Trondheim
Marion

2007_05_17_Grunnlovsdag

Dienstag, 1. Mai 2007

Russ-Fest in Trondheim, 30.04.2007

Russ-Fest, was ist das?
Das ist die Pary der Gymnasiasten zwischen letztem Schultag und Prüfungen. Die Schüler machen sich spezielle Kleider (sehen aus wie bemalte Ärztekittel und weite Hosen) und feiern mehr oder weniger bis zum 17. Mai (Nationalfeiertag) durch. Die Russ-Kleider sollten eigentlich während dieser Zeit nicht gewechselt werden... am 21. Mai fangen dann die Prüfungen an.
In Norwegen ist der 1. Mai ein Feiertag, also fanden wir, wir könnten ja auch einmal an einem Montag in den Ausgang, wenn wir den Dienstag schon frei hatten.

Liebe Grüsse
Marion


2007_04_30_Russ-Night TRD